Erster Weltkrieg: Zusammenfassung, Zeitstrahl und Aufgaben
Erster Weltkrieg einfach erklärt: Ursachen, Auslöser, Verlauf und Folgen von 1914 bis 1918. Mit Zeitstrahl, 15 Aufgaben, Lösungen und Spickzettel als PDF.
KI-generiertVor dir liegt ein Blatt voller Jahreszahlen: 1914, 1917, 1918, 1919. Was gehört zusammen? Hier ordnest du den Stoff zum Ersten Weltkrieg. Du lernst Ursachen, Auslöser, Verlauf und Folgen. Ein Zeitstrahl und 15 Aufgaben zeigen, was du schon erklären kannst. Den Spickzettel kannst du als PDF ausdrucken.
Erster Weltkrieg: kurze Zusammenfassung in fünf Sätzen
Zwischen 1914 und 1918 kämpften die Mittelmächte gegen die Entente und ihre Verbündeten. Der Mord an Franz Ferdinand und seiner Frau Sophie löste eine große Krise aus. Entschlüsse der Mächte machten daraus einen europäischen und dann weltweiten Krieg. Vor allem im Westen starben viele Menschen in Kämpfen um wenig Gelände. Die Niederlage, Umstürze und Verträge änderten danach die alte Ordnung.
Diese fünf Sätze sind dein Gerüst. Ergänze darunter jeweils ein Beispiel. So entsteht eine eigene Zusammenfassung statt einer bloßen Liste. Frag dich nach jedem Absatz: Wer tat was? Wann war das? Was änderte sich dadurch? Sag die Antwort laut. Dann leg das Blatt weg und versuche es noch einmal. Wenn du hängst, lies nur die Stelle nach, die dir fehlt. So siehst du, was schon sitzt und was noch offen ist. Für eine Klassenarbeit solltest du außerdem erklären können, warum ein Ereignis wichtig war.
Ursachen des Ersten Weltkriegs einfach erklärt
Eine Ursache besteht oft schon lange. Ein Auslöser setzt eine Krise in Gang. Beim Ersten Weltkrieg brauchst du beide Ebenen.
Nationalismus: Viele Menschen stellten die eigene Nation über andere. Politiker wollten Stärke zeigen und fürchteten um ihren Ruf. Auf dem Balkan stritten Staaten und nationale Bewegungen um Gebiete.
Imperialismus: Großmächte wollten ihren Einfluss über andere Gebiete ausdehnen. Sie stritten um Kolonien, den Handel und Macht. Auch das Deutsche Reich unter Kaiser Wilhelm II. strebte nach mehr Einfluss.
Aufrüstung: Staaten bauten mehr Waffen. Ihre Heere wuchsen. Die Militärführung gewann großen Einfluss. Manche wollten früh kämpfen. Sie fürchteten, dass ihr Land sonst bald zu schwach sei.
Bündnisse und Misstrauen: Staaten suchten Schutz bei Partnern. Dadurch konnte ein Streit viele Staaten treffen. Die Bündnisse waren aber kein Schalter, der alle automatisch in den Krieg zwang. Die Mächte wählten ihren Kurs selbst.
Merke dir die vier Begriffe als Fragen: Wer wollte mehr Macht? Wer fürchtete wen? Wer rüstete auf? Wer unterstützte wen? Mit diesen Fragen erklärst du Zusammenhänge.
Stell dir zwei Sätze in deinem Heft vor. Satz A: „Die Staaten stritten seit Jahren um Macht.“ Satz B: „Ein Mord löste die Krise im Juni aus.“ A blickt weit zurück. B nennt den Anlass. Keiner der Sätze reicht für sich aus. Es fehlt noch der Weg vom Streit zum Krieg. Genau den schaust du dir nun an.

Auslöser: das Attentat von Sarajevo und die Julikrise
Am 28. Juni 1914 erschoss Gavrilo Princip in Sarajevo den österreichisch-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand und dessen Frau Sophie. Princip war ein bosnischer Serbe. Der Anschlag richtete sich gegen die Herrschaft Österreich-Ungarns in Bosnien.
Österreich-Ungarns Führung wollte gegen Serbien vorgehen. Anfang Juli sicherte das Deutsche Reich seinem Verbündeten Unterstützung zu. Diese Zusage wird oft Blankoscheck genannt. Sie machte einen harten Kurs leichter.
Am 23. Juli stellte Österreich-Ungarn Serbien ein Ultimatum. Das ist eine Forderung mit Frist und angedrohten Folgen. Serbien nahm große Teile an, aber nicht alle Bedingungen. Österreich-Ungarn erklärte Serbien am 28. Juli den Krieg.
Russland unterstützte Serbien und mobilisierte Truppen. Mobilmachung bedeutet: Ein Staat macht sein Heer für den Krieg bereit. Das Deutsche Reich erklärte Russland am 1. August und Frankreich am 3. August den Krieg. Am 4. August griff es das neutrale Belgien an. Großbritannien trat am selben Tag gegen Deutschland in den Krieg ein.
Diese Zuspitzung heißt Julikrise. Das Attentat erklärt ihren Beginn. Es erklärt allein aber nicht die Entschlüsse der Mächte.
Wer kämpfte gegen wen? Mittelmächte und Entente
Die Kriegsparteien blieben nicht vier Jahre lang gleich. Neue Staaten traten ein, andere schieden aus. Deshalb ist bei jeder Übersicht der Zeitpunkt wichtig.
| Seite | Wichtige Staaten |
|---|---|
| Mittelmächte | Deutsches Reich und Österreich-Ungarn; später auch Osmanisches Reich und Bulgarien. |
| Entente und Verbündete | Zu Beginn unter anderem Frankreich, Russland, Großbritannien, Serbien und Belgien; später etwa Italien und die USA. |
Entente bedeutet hier Verständigung beziehungsweise Zusammenschluss. Die USA kämpften ab 1917 an ihrer Seite, ohne dem ursprünglichen Bündnis anzugehören.
Italien ist ein wichtiger Gegencheck. Vor dem Krieg gehörte es zum Dreibund mit Deutschland und Österreich-Ungarn. 1914 blieb Italien zunächst neutral. 1915 trat es gegen Österreich-Ungarn in den Krieg ein. Der Dreibund vor 1914 ist daher nicht dieselbe Gruppe wie die Mittelmächte im Krieg.
Warum heißt der Konflikt Weltkrieg? Kämpfe fanden auch in Afrika, im Nahen Osten und auf See statt. Kolonialmächte zogen zudem Menschen und Rohstoffe aus ihren Kolonien heran. In Ostafrika mussten viele Menschen unter Zwang Lasten tragen. Hunger, Krankheiten und Gewalt trafen dort auch die Bevölkerung. Der Blick nur auf Europa greift deshalb zu kurz.
Beim Lernen hilft ein Blatt mit zwei Spalten. Links steht die eine Seite, rechts die andere. Schreib neben jeden Staat auch, ab wann er dabei war. Mach für Italien einen eigenen Pfeil. So siehst du den Wechsel. Mach für die USA den Zusatz „ab 1917“. Deine Skizze zeigt dann mehr als eine Liste mit Namen.
Verlauf 1914 bis 1918: die wichtigen Wendepunkte
1914: Der schnelle Sieg bleibt aus. Die deutsche Militärführung wollte zuerst Frankreich besiegen. Danach sollten mehr Kräfte gegen Russland eingesetzt werden. Dieser Plan gegen zwei Gegner ist mit dem Namen Schlieffen verbunden. Der deutsche Vormarsch durch Belgien nach Frankreich wurde im September an der Marne gestoppt. An der Westfront erstarrten die Kämpfe mehr und mehr.
1915 und 1916: Der Krieg weitet sich aus. Weitere Staaten kämpften mit. Immer größere Angriffe sollten die festen Fronten im Westen durchbrechen. Verdun und die Somme 1916 stehen für Materialschlachten mit sehr hohen Verlusten. Viel Munition und viele Menschen wurden eingesetzt. Ein entscheidender Sieg blieb aus.
1917: Zwei Entwicklungen verändern die Lage. Die USA erklärten Deutschland am 6. April den Krieg. Ein wichtiger Grund war der erneute uneingeschränkte deutsche U-Boot-Krieg. Dabei wurden auch Handelsschiffe neutraler Staaten ohne Warnung angegriffen. US-Truppen und Nachschub halfen den Gegnern Deutschlands.
In Russland stürzte im selben Jahr der Zar. Die erste neue Regierung setzte den Krieg fort. Erst nach der Machtübernahme der Bolschewiki unter Lenin wollte die neue Führung schnell Frieden schließen. Ein Waffenstillstand folgte im Dezember 1917. Am 3. März 1918 wurde der Frieden von Brest-Litowsk geschlossen. Russland musste harte Bedingungen annehmen.
1918: Die Mittelmächte verlieren. Nach Russlands Ausscheiden verlegte Deutschland Kräfte nach Westen. Seine großen Angriffe im Frühjahr brachten keinen endgültigen Sieg. Die Gegner gewannen danach die Oberhand. Ende September verlangte die Führung des deutschen Heers selbst Verhandlungen über einen Waffenstillstand.
Stellungskrieg und Materialschlacht: Was bedeuten die Wörter?
Eine Front ist der Bereich, in dem gegnerische Armeen aufeinandertreffen. Im Bewegungskrieg ändert sie sich rasch. Im Stellungskrieg bleiben die Linien lange ähnlich. Soldaten bauen ihre Stellungen aus und verteidigen sie.
An der Westfront lagen sich ab Herbst 1914 große Grabensysteme gegenüber. Deshalb heißt diese Form auch Grabenkrieg. Maschinengewehre, Stacheldraht und Geschütze erschwerten Angriffe. Selbst nach langem Beschuss konnten Verteidiger einen Angriff stoppen. Kleine Geländegewinne kosteten viele Leben.
Eine Materialschlacht sollte den Gegner durch massenhaften Einsatz zermürben. Dazu gehörten Waffen, Granaten, Nachschub und Soldaten. Fabriken und Verkehrswege wurden damit für den Verlauf besonders wichtig. Neue Waffen wie Giftgas und Panzer verschärften den Krieg. Sie machten die Entscheidung aber nicht einfach oder schnell.
Schlamm, Enge, Angst und Schlafmangel belasteten die Soldaten. Viele litten auch nach dem Krieg an Verletzungen und seelischen Folgen. Wichtig für deinen Text: Nicht jede Front war eine Westfront. Im Osten waren die Bewegungen oft größer. Auch der See- und Kolonialkrieg passt nicht in das Bild zweier Schützengräben.
Wie änderte der Krieg den Alltag?
Nicht nur Soldaten waren betroffen. Familien verloren Angehörige oder warteten lange auf Nachrichten. Es fehlten Menschen auf den Feldern. Auch Tiere und Stoffe für die Arbeit waren knapp. Die britische Seeblockade erschwerte Einfuhren ins Deutsche Reich. Dazu kamen schlechte Ernten und Fehler bei der Versorgung.
Lebensmittel wurden knapp und teurer. Rationierung bedeutete, dass Menschen nur festgelegte Mengen bekommen sollten. Eine Lebensmittelkarte garantierte aber nicht, dass die Ware vorhanden war. Der Winter 1916/17 ist als Steckrübenwinter bekannt.
Viele Frauen übernahmen zusätzliche Aufgaben, etwa in Betrieben und der Versorgung. Zugleich blieben Haushalt und Familie eine große Belastung. Propaganda versuchte, Meinungen zu lenken und Durchhaltewillen zu erzeugen. Dabei wurde die eigene Seite gelobt. Die Gegner wurden schlecht gemacht.
Prüfe deshalb bei einem Plakat oder Zeitungsbericht: Wer hat ihn veröffentlicht? An wen richtet er sich? Welche Gefühle soll er auslösen? Ein Text aus der Kriegszeit ist eine Quelle. Er ist nicht automatisch ein wahrer Bericht über alles.
So gehst du bei einem Bild vor:
- Erst sehen: Was ist wirklich im Bild? Schreib nur auf, was du sehen kannst. Trenne es von dem, was du vermutest.
- Dann fragen: Wer hat das Bild gemacht? Wo und wann wurde es gezeigt? Stehen Namen oder ein Datum dabei?
- Den Zweck prüfen: Soll es Mut machen, Geld sammeln oder Angst vor dem Feind wecken? Such dafür einen Beleg im Bild.
- Die Grenze nennen: Wer fehlt auf dem Bild? Was kann es dir nicht zeigen?
Nimm das Beispiel einer Karte mit einem Zug voller jubelnder Männer. Du siehst einen Ort, einen Moment und eine Gruppe. Du weißt dadurch nicht, wie es in jedem Haus aussah. Ein Brief mit Sorgen zu Hause kann eine andere Seite zeigen. Beide Quellen musst du in ihren Kontext setzen. Damit ist gemeint: Du ordnest ein, wer wann zu wem sprach. Erst dann ziehst du einen Schluss.
Ende 1918 und Versailler Vertrag 1919 unterscheiden
Im Herbst 1918 war die militärische Lage für Deutschland aussichtslos. Zugleich wuchsen Hunger, Protest und Forderungen nach politischer Veränderung. Am 9. November 1918 wurde in Deutschland die Republik ausgerufen. Kaiser Wilhelm II. verlor seine Herrschaft.
Am 11. November 1918 unterzeichnete die deutsche Delegation bei Compiègne den Waffenstillstand. Er trat um 11 Uhr in Kraft. Damit endeten die Kampfhandlungen mit Deutschland an der Westfront. Ein Waffenstillstand stoppt Kämpfe. Er ist noch kein vollständiger Friedensvertrag. In einigen anderen Regionen dauerte Gewalt weiter an.
Am 28. Juni 1919 wurde der Versailler Vertrag unterzeichnet. Er regelte den Frieden der Siegermächte mit Deutschland. Deutschland musste Gebiete und seine Kolonien abgeben. Sein Militär wurde stark begrenzt. Hinzu kamen Reparationen, also Leistungen zum Ausgleich von Kriegsschäden.
Artikel 231 wies Deutschland und seinen Verbündeten Verantwortung für die Kriegsschäden zu. Er diente als Grundlage der Reparationsforderungen. Die genaue Summe stand 1919 noch nicht im Vertrag. Darüber gab es heftigen Streit.
Für die anderen besiegten Staaten gab es eigene Friedensverträge. Versailles war deshalb nicht ein einziger Vertrag für alle Kriegsteilnehmer.

Folgen: Warum war der Krieg eine tiefe Zäsur?
Eine Zäsur ist ein tiefer Einschnitt. Millionen Menschen starben. Viele Menschen trugen Wunden davon. Manche hatten kein Zuhause mehr. Andere litten lange unter Angst und seelischen Schäden. Familien und ganze Regionen trugen die Folgen lange.
Große Reiche zerfielen. Ihre Grenzen und Herrschaftsformen änderten sich. Deutschland wurde eine Republik. Österreich-Ungarn löste sich auf. In Russland entstand nach Revolution und Bürgerkrieg eine neue Herrschaft. Auch das Osmanische Reich zerfiel in den folgenden Jahren. Neue Grenzen lösten jedoch nicht alle Konflikte.
In Deutschland belasteten die Niederlage und der Friedensvertrag die junge Demokratie. Rechte Gegner verbreiteten später die Dolchstoßlegende. Sie behaupteten fälschlich, die Armee sei durch Verrat im Inneren besiegt worden. Das lenkte von der militärischen Niederlage und den Fehlern ihrer Führer ab.
Der Erste Weltkrieg gehört zur Vorgeschichte des Zweiten. Der Zweite Weltkrieg war aber keine zwangsläufige Folge nur eines Vertrags. Auch spätere Entscheidungen, Krisen und die Politik der Nationalsozialisten sind für seine Erklärung wichtig.
So liest du einen Zeitstrahl richtig
Ein Zeitstrahl zeigt zuerst eine Reihenfolge. Er ist noch keine Erklärung. Schreib daher zu jeder Zahl zwei kurze Sätze: Was geschah? Warum war es wichtig?
Bei 1914 kannst du so beginnen: „Am 28. Juli begann der Krieg gegen Serbien.“ Im zweiten Satz gehst du einen Schritt weiter: „Aus dem Streit auf dem Balkan wurde bald ein Krieg vieler Staaten.“ Du verbindest jetzt ein Datum mit seiner Bedeutung.
Bei 1918 passt: „Am 11. November trat der Waffenstillstand mit Deutschland in Kraft.“ Dazu schreibst du: „Die Kämpfe mit Deutschland im Westen endeten. Die Regeln für den Frieden standen aber noch nicht fest.“ Erst danach kommt 1919 auf deinem Strahl.
Hältst du das Blatt hochkant, nimm eine senkrechte Linie. Die frühe Zeit steht oben, die späte unten. Setz rechts die Daten hin. Links bleibt Platz für deine Sätze. Lass bei 1917 mehr Raum: Dort musst du zwei Länder im Blick haben.
Prüfe zum Schluss drei Dinge. Läuft die Zeit in einer Richtung? Passt jedes Ereignis zum Datum? Hast du aus „kam danach“ aus Versehen „war der einzige Grund“ gemacht? Ein späteres Ereignis hat oft mehr als einen Grund. Das gilt auch, wenn auf dem Blatt nur ein Pfeil Platz hat.
Fünf typische Fehler in einer Zusammenfassung
| Zu ungenau oder falsch | So wird es richtig |
|---|---|
| Der Krieg begann mit dem Mord am 28. Juni. | Das Attentat war der Auslöser. Der Krieg begann am 28. Juli 1914. |
| Alle Bündnisse lösten automatisch den Weltkrieg aus. | Bündnisse erhöhten das Risiko. Regierungen entschieden über Drohungen, Mobilmachungen und Krieg. |
| Italien kämpfte mit Deutschland. | Italien blieb 1914 neutral und trat 1915 gegen Österreich-Ungarn ein. |
| Russland trat 1917 ein, die USA aus. | Die USA traten ein. Russlands neue Führung suchte Ende 1917 den Ausstieg; Frieden folgte 1918. |
| Versailles beendete 1918 die Kämpfe. | Waffenstillstand: November 1918. Versailler Vertrag: Juni 1919. |
15 Aufgaben zum Ersten Weltkrieg
Lege den Text kurz weg. Antworte zuerst aus dem Kopf. Ein eigener Satz ist meist hilfreicher als ein einzelnes Stichwort.
- In welchen Jahren fand der Erste Weltkrieg statt?
- Unterscheide Ursache und Auslöser am Beispiel dieses Krieges.
- Nenne zwei lange bestehende Spannungen vor 1914.
- Wer wurde am 28. Juni 1914 in Sarajevo ermordet?
- Welcher Staat erklärte Serbien am 28. Juli den Krieg?
- Was bedeutet Mobilmachung?
- Nenne zwei Mittelmächte und drei ursprüngliche Entente-Mächte.
- Warum widerlegt Italien die Vorstellung starrer Kriegsblöcke?
- Erkläre Stellungskrieg mit zwei Merkmalen.
- Warum ist eine Materialschlacht mehr als eine einzelne neue Waffe?
- Nenne zwei wichtige Entwicklungen des Jahres 1917.
- Ordne: Versailler Vertrag, Attentat, Waffenstillstand mit Deutschland.
- Erkläre zwei Unterschiede zwischen Waffenstillstand und Friedensvertrag.
- Eine Postkarte zeigt nur jubelnde Soldaten. Beweist das, dass alle Menschen den Krieg begrüßten? Begründe.
- Schreibe eine Zusammenfassung in vier Sätzen: Ursachen, Auslöser, Verlauf und Ende.
Lösungen mit kurzen Erklärungen
Vergleiche die Bedeutung, nicht jedes einzelne Wort. Auf manche Fragen passen viele gute Antworten.
- Von 1914 bis 1918. Der Kriegsbeginn war am 28. Juli 1914. Als Enddatum wird meist der 11. November 1918 genannt.
- Eine Ursache lag länger zurück, etwa der Wettstreit um Macht. Der Auslöser war das Attentat in Sarajevo. Die anschließenden Entschlüsse gehören ebenfalls zur Erklärung.
- Zum Beispiel Nationalismus und Aufrüstung. Auch Imperialismus, Konflikte auf dem Balkan und Misstrauen passen. Erkläre ein Wort davon selbst.
- Franz Ferdinand und seine Frau Sophie. Franz Ferdinand war der Thronfolger Österreich-Ungarns, nicht der deutsche Kaiser.
- Österreich-Ungarn. Deutschland erklärte später Russland und Frankreich den Krieg. Verwechsle die Staaten nicht.
- Ein Staat macht sein Heer für den Krieg bereit. Er ruft Männer ins Heer. Züge bringen Truppen an die Front.
- Mittelmächte: Deutsches Reich und Österreich-Ungarn. Ursprüngliche Entente: Frankreich, Russland und Großbritannien.
- Italien gehörte vorher zum Dreibund. Es blieb 1914 aber neutral. 1915 kämpfte es gegen Österreich-Ungarn. Ein früheres Bündnis erklärt also nicht jede spätere Kriegspartei.
- Die Front bewegt sich wenig. Gegner befestigen ihre Stellungen, etwa mit Schützengräben. Große Angriffe können trotzdem stattfinden. Stellungskrieg bedeutet nicht, dass niemand kämpft.
- Eine Materialschlacht setzt sehr viele Waffen, Geschosse und Menschen ein. Sie soll die Kräfte des Gegners aufbrauchen. Produktion und Nachschub sind daher ebenfalls wichtig.
- Die USA traten in den Krieg ein. In Russland fanden Revolutionen statt. Die neue bolschewistische Führung suchte später den Frieden. Der Friedensvertrag folgte erst im März 1918.
- Attentat: 28. Juni 1914 → Waffenstillstand: 11. November 1918 → Versailles: 28. Juni 1919.
- Ein Waffenstillstand stoppt Kämpfe. Ein Friedensvertrag legt Regeln für die Zeit danach fest. Hier unterscheiden sich außerdem Zeitpunkt und Inhalt: 1918 Waffenstillstand, 1919 Versailler Vertrag.
- Nein. Die Karte zeigt nur einen Teil. Prüfe Herausgeber, Zielgruppe und Zweck. Für Aussagen über alle Menschen brauchst du weitere Quellen mit anderen Blickwinkeln.
- Mögliches Beispiel: Machtkämpfe, Nationalismus und Aufrüstung verschärften die Spannungen. Das Attentat von Sarajevo löste 1914 eine Krise aus, die Regierungen zum Krieg zuspitzten. An der Westfront prägten lange Stellungskämpfe und hohe Verluste den Verlauf. Nach der Niederlage der Mittelmächte folgten 1918 Waffenstillstände und danach Friedensverträge.
Spickzettel als PDF und ein kurzer Lernplan
Spickzettel zum Ersten Weltkrieg als PDF herunterladen. Er enthält Grundbegriffe, fünf Jahreszahlen und drei Kontrollfragen mit Lösungen. Falte die Lösungen beim Üben nach hinten.
Zeichne zuerst einen leeren Zeitstrahl. Trage 1914, 1916, 1917, 1918 und 1919 ein. Ergänze dann je ein wichtiges Ereignis. Prüfe anschließend am Artikel, was fehlt oder vertauscht ist.
Erkläre einer anderen Person Ursache und Auslöser. Die Feynman-Technik hilft beim Erklären in einfachen Worten. Frage dich später ohne Vorlage ab; so nutzt du Active Recall. Verteile weitere kurze Wiederholungen mit Spaced Repetition.
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Quellen & weiterführende Literatur
- 1.Deutsches Historisches Museum, LeMO: Weg in den Krieg – Machtpolitik, Aufrüstung und Entscheidungen.
- 2.DHM, LeMO: Attentat von Sarajewo – Franz Ferdinand, Sophie und Gavrilo Princip.
- 3.DHM, LeMO: Die Juli-Krise 1914.
- 4.DHM, LeMO: Kriegserklärungen und Kriegsteilnehmer.
- 5.DHM, LeMO: Entente.
- 6.DHM, LeMO: Mittelmächte.
- 7.DHM, LeMO: Stellungskrieg und Alltag an der Front.
- 8.DHM, LeMO: Verdun 1916.
- 9.DHM, LeMO: Kriegseintritt der USA 1917.
- 10.DHM, LeMO: Friede von Brest-Litowsk 1918.
- 11.DHM, LeMO: Lebensmittelversorgung im Krieg.
- 12.DHM, LeMO: Krieg in Deutsch-Ostafrika 1914–1918.
- 13.DHM, LeMO: Waffenstillstand 1918.
- 14.DHM, LeMO: Versailler Vertrag und Folgen.
- 15.DHM, LeMO: Reparationen und Artikel 231.
- 16.DHM, LeMO: Somme 1916.
- 17.DHM, LeMO: Propaganda und das Bild der Kriegsbegeisterung.
- 18.DHM, LeMO: Revolution 1918/19.
- 19.DHM, LeMO: Die Dolchstoßlegende.
Häufige Fragen
Wann begann und endete der Erste Weltkrieg?
Was war der Auslöser des Ersten Weltkriegs?
Was waren die Ursachen des Ersten Weltkriegs?
Wer kämpfte im Ersten Weltkrieg gegen wen?
Was ist der Unterschied zwischen Waffenstillstand und Versailler Vertrag?
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