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Deutsch einfach erklärt

Das oder dass? Regel, Ersatzprobe und Übungen mit Lösungen

Das oder dass? So erkennst du den Unterschied in Sekunden: Ersatzprobe, die Falle nach dem Komma, typische Fehler und 16 Übungen mit Lösungen. Mit PDF.

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Lerntwin-Redaktion
Lernwissenschaft & Didaktik
4. Oktober 202614 Min. Lesezeit
Das oder dass? Regel, Ersatzprobe und Übungen mit LösungenKI-generiert

„Ich hoffe, das du morgen kommst.“ So einen Satz tippst du schnell in den Klassenchat. In der Deutscharbeit gibt es dafür einen roten Strich, denn hier fehlt ein s. Die Verwechslung von das und dass gehört laut Duden zu den häufigsten Fehlern im geschriebenen Deutsch. Zum Glück kannst du die beiden Wörter mit einem einfachen Trick unterscheiden. Hier lernst du ihn in wenigen Minuten: die Regel, die Ersatzprobe und die Falle nach dem Komma. Dazu kommen typische Fehler, 16 Übungen mit Lösungen und ein Spickzettel zum Ausdrucken.

Das oder dass: Was ist der Unterschied?

Beide Wörter klingen genau gleich. Du hörst also nicht, welches gemeint ist. Der Unterschied liegt in ihrer Aufgabe im Satz. In der Grammatik heißt das Wortart.

  • das mit einem s hat drei Aufgaben. Es ist ein Artikel, ein Hinweiswort oder ein Relativpronomen.
  • dass mit zwei s hat nur eine Aufgabe. Es ist ein Bindewort und verbindet zwei Sätze.

Ein Bindewort heißt in der Grammatik Konjunktion. Es verbindet Sätze oder Satzteile, so wie und, weil oder wenn. Ein Pronomen ist ein Fürwort. Es steht für ein Nomen oder zeigt darauf. Ein Nomen ist ein Namenwort wie Rad, Buch oder Haus.

Gut zu wissen: Alle drei Arten von das kannst du ersetzen. Die Konjunktion dass nicht. Darauf baut der ganze Trick auf.

Ein Klang, vier Rollen: das als Artikel (Das Rad ist neu, also Dieses Rad), als Hinweiswort (Das stimmt, also Dies stimmt), als Relativpronomen (Das Rad, das ich will, also welches) und dass als Bindewort (Ich hoffe, dass du kommst, kein Ersatz)
Dreimal das, einmal dass: Nur das lässt sich ersetzen.

Wann schreibt man das mit einem s?

Das Wort das begegnet dir in drei Rollen. In jeder Rolle kannst du es durch ein anderes Wort ersetzen. Das ist der Schlüssel.

das als Artikel

Ein Artikel begleitet ein Nomen. Deshalb heißt er auch Begleiter. Genauer geht es hier um den bestimmten Artikel: der, die und das. Vor sächlichen Nomen steht das: das Rad, das Haus, das Mädchen. Sächlich heißt in der Grammatik Neutrum.

  • Das Rad ist neu. → Dieses Rad ist neu.
  • Ich lese das Buch. → Ich lese dieses Buch.

Folgt ein Nomen, das dazugehört, ist es der Artikel. Manchmal steht noch ein Wort dazwischen: das neue Rad.

das als Hinweiswort

Manchmal zeigt das auf eine Sache, ohne dass ein Nomen folgt. Dann ist es ein Hinweiswort. Fachleute sagen Demonstrativpronomen. Es steht oft am Satzanfang.

  • Das stimmt. → Dies stimmt.
  • Das glaube ich nicht! → Dies glaube ich nicht!
  • Ich hoffe, das klappt. → Ich hoffe, dies klappt.

Am letzten Satz siehst du: Auch nach einem Komma kann das Hinweiswort stehen.

das als Relativpronomen

Ein Relativpronomen leitet einen Relativsatz ein. Ein Relativsatz beschreibt ein Nomen genauer. Er steht meist direkt dahinter und bekommt ein Komma. Er ist ein Nebensatz, also ein Satz, der nicht allein stehen kann. Sein Verb steht am Ende.

  • Das Rad, das ich mir wünsche, ist rot. → Das Rad, welches ich mir wünsche, …
  • Das Haus, das an der Ecke steht, ist alt. → Das Haus, welches an der Ecke steht, …

Das Relativpronomen das gehört immer zu einem sächlichen Nomen davor. Bei anderen Nomen heißt es anders: der Hund, der bellt und die Katze, die schläft. Frag dich also: Worauf zeigt das Wort? Ist es ein das-Wort wie das Rad, passt das.

Wann schreibt man dass mit Doppel-s?

Das Wort dass ist immer eine Konjunktion, also ein Bindewort. Es verbindet einen Hauptsatz mit einem Nebensatz. Ein Hauptsatz kann allein stehen. Der Satz mit dass kann das nicht. In ihm steht das Verb immer am Ende.

  • Ich weiß, dass du es kannst.
  • Mama sagt, dass wir um sieben essen.
  • Es freut mich, dass du wieder gesund bist.

Weil dass einen Nebensatz einleitet, steht davor ein Komma. Ersetzen kannst du die Konjunktion dass nicht. Probier es aus: Ich weiß, dieses du es kannst ergibt keinen Sinn. Der dass-Satz kann auch vorne stehen: Dass du kommst, freut mich. Auch hier passt kein Ersatz.

Oft folgt dass auf Verben, die mit Sagen, Denken oder Fühlen zu tun haben. Dazu gehören sagen, erzählen, glauben, denken, wissen, hoffen, merken und sich freuen. Das ist aber nur ein Hinweis. Nach diesen Verben kann auch das stehen. Mehr dazu liest du im Abschnitt nach dem Komma.

Warum nicht mehr daß?

Bis zur Rechtschreibreform 1996 schrieb man daß mit ß. Heute ist nur dass richtig. Die Regel dahinter: Nach einem kurzen Vokal steht ss, wie in Fluss oder Hass. Das Wort das ist eine Ausnahme. Es bleibt bei einem s, obwohl das a kurz ist. So ist es auch bei was und bis.

Die Ersatzprobe: der Trick für das und dass

Mit der Ersatzprobe findest du fast immer die richtige Schreibung. Du ersetzt das Wort probeweise durch dies, dieses, jenes oder welches.

  • Ergibt der Satz dann noch Sinn, schreibst du das.
  • Ergibt er keinen Sinn, schreibst du dass.

Der Satz muss dabei nicht schön klingen. Mit welches wirkt er oft etwas steif. Wichtig ist nur, dass er grammatisch noch korrekt ist.

Die Ersatzprobe an Beispielen
SatzProbe
Das Pferd frisst Heu.Dieses Pferd ✓ → das
Das war knapp!Dies war knapp ✓ → das
Das Lied, das ich höre …welches ich höre ✓ → das
Ich hoffe, das reicht.dies reicht ✓ → das
Ich glaube, dass es regnet.dieses es regnet ✗ → dass
Schade, dass du gehst.welches du gehst ✗ → dass

Eselsbrücke für das und dass

Merk dir diesen Satz: Kannst du dieses oder welches sagen, reicht ein s. Passt keins der beiden Wörter, brauchst du zwei.

Ein Junge probiert ein Puzzleteil in eine Lücke, der Lerntwin-Fuchs hält ein zweites Teil bereitKI-generiert
Wie beim Puzzle: Passt das Ersatzteil, schreibst du das.

Das oder dass nach dem Komma?

Viele glauben, nach dem Komma komme immer dass. Das stimmt nicht. Nach einem Komma ist beides möglich. Das Komma zeigt nur, dass ein neuer Satzteil beginnt.

Das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung zeigt beide Fälle selbst:

  • Es freut mich, dass du wieder gesund bist. Hier folgt ein dass-Satz.
  • Das Buch, das ich mitgebracht habe, liegt auf dem Tisch. Hier folgt ein Relativsatz.

In beiden Fällen steht ein Komma davor. Denn Nebensätze trennst du im Deutschen immer mit Komma ab.

Die häufigste Falle: Nach Verben wie hoffen, glauben oder wissen kann auch ein ganz normaler Hauptsatz folgen. Dann steht das als Hinweiswort:

  • Ich hoffe, das ist in Ordnung. Die Probe klappt: Ich hoffe, dies ist in Ordnung.
  • Ich hoffe, dass das in Ordnung ist. Hier steht das Verb am Ende, und vorne passt kein Ersatz.

Achte deshalb auf das Verb. Folgt es direkt auf das, beginnt meist ein Hauptsatz. Dann schreibst du das. Steht das Verb am Ende, beginnt ein Nebensatz. Das kann ein dass-Satz oder ein Relativsatz sein. Dann entscheidet die Ersatzprobe.

Nach dem Komma geht beides: Ich hoffe, dass du kommst (kein Ersatz, Verb am Ende, also dass), Ich hoffe, das klappt (Ich hoffe, dies klappt, also das) und Das Rad, das ich will, ist rot (welches, also das)
Das Komma verrät nichts. Die Ersatzprobe schon.

Komma bei ohne dass und sodass

Ein dass-Satz bekommt immer ein Komma. Steht er mitten im Satz, kommt vorne und hinten eins: Mia sagt, dass sie mitkommt, und holt ihre Jacke.

Manche Bindewörter bestehen aus zwei Wörtern: ohne dass, statt dass, anstatt dass und außer dass. Du schreibst sie immer getrennt. Das Komma steht vor dem ganzen Paar:

  • Er ging, ohne dass sie es merkte.
  • Sie spielte, statt dass sie lernte.

Bei sodass darfst du wählen. Das Regelwerk erlaubt sodass und so dass. Anders ist es, wenn so zum ersten Satz gehört. Dann steht das Komma erst vor dass:

  • Es regnete, sodass wir drinnen blieben. Das sagt dir, was daraus folgte.
  • Es regnete so stark, dass wir drinnen blieben. Hier gehört so zu stark.

dass das und das das: zwei Wörter hintereinander

Manchmal folgen zwei solche Wörter direkt aufeinander. Das sieht falsch aus, ist aber oft richtig. Prüf dann jedes Wort einzeln:

  • Ich weiß, dass das stimmt. Das erste Wort lässt sich nicht ersetzen. Das zweite schon: dass dies stimmt.
  • Das Kind, das das Eis isst, lacht. Das erste heißt welches, das zweite dieses: welches dieses Eis isst.
  • Ich hoffe, dass das klappt. Auch hier: erst Bindewort, dann Hinweiswort.

Die Ersatzprobe funktioniert also auch bei zwei Wörtern. Du machst sie einfach zweimal.

Das oder dass in Sätzen aus dem Alltag

Viele Sätze schreibst du ständig, in Nachrichten, Karten oder Mails. Hier stehen die häufigsten mit der richtigen Schreibung:

So schreibst du es richtig
SatzWarum
Das freut mich.Dies freut mich ✓
Es freut mich, dass du da bist.kein Ersatz, Verb am Ende
Das tut mir leid.Dies tut mir leid ✓
Das wünsche ich dir auch.Dies wünsche ich dir ✓
Ich hoffe, das ist in Ordnung.dies ist in Ordnung ✓
Ja, das passt.Ja, dies passt ✓
Ohne das geht es nicht.Ohne dies geht es nicht ✓
…, ohne dass es jemand merkt.festes Paar, Komma vor ohne
Nicht, dass ich wüsste.kurz für: Es ist nicht so, dass …
Das heißt, dass …erst Hinweiswort, dann Bindewort

Typische Fehler bei das und dass

Die meisten Fehler entstehen, wenn du schnell schreibst und nicht prüfst. Das passiert sogar kurz vor dem Abitur noch. Zwei Forscher haben 333 Abituraufsätze aus Brandenburg untersucht. Das Wort mit den meisten Fehlern war das oder dass, weit vor allen anderen. Diese Fehler kommen besonders oft vor:

  • Ich glaube, das es regnet. Richtig ist dass. Kein Ersatz passt: Ich glaube, dieses es regnet ergibt keinen Sinn.
  • Das Auto, dass vor der Tür steht. Richtig ist das. Es zeigt auf das Auto: welches vor der Tür steht.
  • Ich hoffe, dass ist okay. Richtig ist das. Hier folgt ein Hauptsatz: Ich hoffe, dies ist okay.
  • Es ist wichtig das du übst. Hier fehlen ein Komma und ein s: Es ist wichtig, dass du übst.
  • Er ging, ohne das sie es merkte. Richtig ist ohne dass. Das Komma steht vor ohne.
  • Das Mädchen, dass ich kenne. Richtig ist das. Mädchen ist ein das-Wort: welches ich kenne.
  • Ich freue mich, daß du kommst. Die Schreibung mit ß gilt seit der Rechtschreibreform 1996 nicht mehr. Richtig ist dass.

Das oder dass? In 3 Schritten prüfen

Bist du unsicher? Dann geh diese drei Schritte durch. Das dauert nur ein paar Sekunden.

  1. 1

    Wort finden

    Markiere das unsichere Wort. Lies den ganzen Satz einmal leise oder laut.
  2. 2

    dies, dieses oder welches einsetzen

    Setz die drei Wörter nacheinander ein. Ergibt der Satz mit einem davon Sinn, schreibst du das.
  3. 3

    Gegenprobe machen

    Passt keins? Dann schreibst du dass. Prüf zur Sicherheit: Beginnt hier ein Nebensatz mit dem Verb am Ende? Dann stimmt es.

So sieht das an einem Beispiel aus: Ich finde es toll, ___ du mitkommst. Weder dieses du mitkommst noch welches du mitkommst ergibt Sinn. Am Ende steht mitkommst. Also heißt es: Ich finde es toll, dass du mitkommst.

Übungen: das oder dass?

Jetzt bist du dran. Setz das oder dass ein. Löse erst alle Aufgaben und schau dann in die Lösungen. Was du selbst aus dem Kopf holst, bleibt besser hängen als das, was du nur liest. Mehr dazu steht im Artikel über aktives Abrufen.

Teil A: zum Einstieg

  1. ___ Fahrrad steht im Keller.
  2. Ich weiß, ___ du gut malen kannst.
  3. ___ ist mein Lieblingsbuch.
  4. Mama sagt, ___ wir gleich essen.
  5. Wo ist ___ Heft?
  6. Ich freue mich, ___ du kommst.

Teil B: mit Relativsätzen

  1. Das Lied, ___ im Radio läuft, kenne ich.
  2. Hast du das Bild gesehen, ___ Lea gemalt hat?
  3. Es ist schön, ___ die Sonne scheint.
  4. Das Spiel, ___ wir gestern gespielt haben, war lustig.
  5. Er merkt nicht, ___ der Bus schon weg ist.

Teil C: für Profis

  1. Ich hoffe, ___ ist in Ordnung.
  2. Ich hoffe, ___ ___ in Ordnung ist.
  3. Sie ging, ohne ___ es jemand merkte.
  4. ___ du so gut geübt hast, sieht man.
  5. Das Kind, ___ ___ Eis isst, lacht.

Lösungen mit Begründung

  1. Das, denn es ist der Artikel vor Fahrrad: Dieses Fahrrad.
  2. dass, denn kein Ersatz passt. Am Ende steht kannst.
  3. Das, denn es ist ein Hinweiswort: Dies ist mein Lieblingsbuch.
  4. dass, denn dieses wir gleich essen ergibt keinen Sinn.
  5. das, denn es ist der Artikel vor Heft: dieses Heft.
  6. dass, denn welches du kommst ergibt keinen Sinn.
  7. das, denn es zeigt auf das Lied: welches im Radio läuft.
  8. das, denn es zeigt auf das Bild: welches Lea gemalt hat. Der Relativsatz steht hier hinter gesehen, gehört aber zum Bild.
  9. dass, denn welches die Sonne scheint ergibt keinen Sinn.
  10. das, denn es zeigt auf das Spiel: welches wir gestern gespielt haben.
  11. dass, denn kein Ersatz passt. Am Ende steht ist.
  12. das, denn die Probe klappt: Ich hoffe, dies ist in Ordnung.
  13. dass das, denn das erste Wort lässt sich nicht ersetzen. Das zweite schon: dass dies in Ordnung ist.
  14. dass, denn ohne dass ist ein festes Paar. Das Komma steht vor ohne.
  15. Dass, denn der dass-Satz steht hier vorne. Dieses du so gut geübt hast ergibt keinen Sinn.
  16. das das, denn das erste heißt welches und das zweite dieses: Das Kind, welches dieses Eis isst.

So sitzen das und dass in der Deutscharbeit

In welcher Klasse das Thema drankommt, regelt jedes Bundesland selbst. In Bayern steht die das/dass-Schreibung zum Beispiel im Lehrplan der Realschule ab Klasse 5. Am Gymnasium und an der Mittelschule steht sie in Klasse 6. Üben lohnt sich aber in jeder Klasse. So geht es am besten:

  • Jeden Tag fünf Sätze. Schreib fünf eigene Sätze mit das oder dass. Prüf jedes Wort mit der Ersatzprobe.
  • Laut prüfen. Sag beim Prüfen „dies“ oder „welches“ halblaut mit. So hörst du schneller, was passt.
  • Eigene Texte durchsehen. Such in deinem letzten Aufsatz jedes das und dass. Mach bei jedem die Probe.
  • Mit Abstand wiederholen. Übe heute, in zwei Tagen und nächste Woche noch einmal. Warum das wirkt, erklärt der Artikel zu Spaced Repetition.
  • Erklär es jemandem. Zeig einer Freundin oder deinem Bruder die Ersatzprobe. Das ist die Feynman-Technik.
  • Spickzettel nutzen. Speicher dir das Bild unten oder lade den Spickzettel als PDF herunter.

Die Arbeit ist schon nächste Woche? Dann hilft dir der Lernplan für 7 Tage. Und in Englisch wartet eine ähnliche Falle: Simple Past oder Present Perfect.

Eine Tochter zeigt ihrer Mutter am Küchentisch stolz ein Blatt, der Lerntwin-Fuchs hält eine Karte hoch wie bei einem QuizKI-generiert
Fünf Sätze am Tag reichen, wenn du jeden prüfst.
Spickzettel das oder dass: Artikel, Relativpronomen, Hinweiswort, dass als Bindewort und der Ersatz-Trick, jeweils mit Beispielsatz
Das Wichtigste zu das und dass auf einer Seite.

Du möchtest mehr Sätze zum Üben, passend zu deinen Hausaufgaben? Dafür gibt es Lerntwin, eine Lern-App für Schulkinder von Klasse 1 bis 13. Du fotografierst dein Arbeitsblatt und bekommst Übungen genau dazu. Machst du einen Fehler, fragt Lerntwin nach, statt die Lösung vorzusagen. So findest du selbst heraus, warum es das oder dass heißt. So funktioniert Lerntwin.

Quellen & weiterführende Literatur

  1. 1.Rat für deutsche Rechtschreibung: Amtliches Regelwerk (2024). § 2 (ss nach kurzem Vokal, Beispiel dass), § 4 Nr. 6 mit E2 (das bleibt bei einem s), § 39 E2 (ohne dass, statt dass, außer dass getrennt), § 39 E3 (sodass oder so dass), § 73 (Komma bei Nebensätzen mit dass-Satz und Relativsatz als Beispiel).
  2. 2.Duden, Sprachratgeber: „das“ oder „dass“? (Wortarten, Ersatzprobe mit dies(es), jenes und welches, häufiger Fehler, daß bis 1996).
  3. 3.Pießnack, C. & Schübel, A. (2005). Untersuchungen zur orthographischen Kompetenz von Abiturientinnen und Abiturienten im Land Brandenburg. LLF-Berichte 20, Universität Potsdam, S. 50–72 (333 Abituraufsätze 2000 bis 2002, Tabelle 10: das oder dass ist das Wort mit den meisten Fehlern).
  4. 4.ISB Bayern, LehrplanPLUS Realschule Deutsch, Jahrgangsstufe 5, Lernbereich 4.3 „Richtig schreiben“: s-Laute (auch das/dass).
  5. 5.ISB Bayern, LehrplanPLUS Gymnasium Deutsch, Jahrgangsstufe 6, Lernbereich 4.3 „Richtig schreiben“: das/dass-Schreibung.
  6. 6.ISB Bayern, LehrplanPLUS Mittelschule Deutsch, Jahrgangsstufe 6: Schreibung und Funktionsbestimmung von das und dass.
  7. 7.Duden, Sprachratgeber: Der Unterschied zwischen „das“ und „dass“ (gleiche Aussprache, Ersatzprobe nach dem Komma, Verb am Ende).

Häufige Fragen

Das oder dass nach Komma?
Nach einem Komma können beide Wörter stehen. Ein dass-Satz bekommt immer ein Komma, ein Relativsatz mit das aber auch. Entscheide deshalb mit der Ersatzprobe: Passt dies, dieses oder welches, schreibst du das. Passt nichts, schreibst du dass. Beispiel: Ich hoffe, dass du kommst. Aber: Ich hoffe, das klappt.
Heißt es „Ich hoffe, das ist in Ordnung“ oder „dass ist in Ordnung“?
Richtig ist: Ich hoffe, das ist in Ordnung. Nach dem Komma folgt hier ein Hauptsatz, und das lässt sich durch dies ersetzen. Mit dass musst du den Satz umbauen, damit das Verb am Ende steht: Ich hoffe, dass das in Ordnung ist.
Ohne das oder ohne dass?
Leitet das Wort einen Nebensatz ein, schreibst du ohne dass: Sie ging, ohne dass es jemand merkte. Das Komma steht vor ohne. Ohne das mit einem s schreibst du nur, wenn sich das ersetzen lässt: Ohne das Buch kann ich nicht lernen, also ohne dieses Buch.
Schreibt man „das freut mich“ oder „dass freut mich“?
Es heißt: Das freut mich. Hier zeigt das auf eine Sache, und du kannst es durch dies ersetzen. Dass steht nur, wenn ein Nebensatz folgt: Es freut mich, dass du kommst. Oder: Dass du kommst, freut mich.
Gibt es eine Eselsbrücke für das und dass?
Ja: Kannst du dieses oder welches sagen, reicht ein s. Passt keins der beiden Wörter, brauchst du zwei. Diese Ersatzprobe funktioniert bei allen drei Arten von das: beim Artikel, beim Hinweiswort und beim Relativpronomen.
In welcher Klasse lernt man das und dass?
Das regelt jedes Bundesland selbst. In Bayern steht die das/dass-Schreibung zum Beispiel im Lehrplan der Realschule ab Klasse 5 und am Gymnasium und an der Mittelschule in Klasse 6. Geübt wird sie danach immer wieder. Selbst in Abituraufsätzen ist das oder dass noch ein häufiger Fehler.
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